Monatsmotto {Fahrrad} Teil 1 und „Like-2-bike – Hauptsache Fahrrad! #05“

Diesen Monat gibt es wieder einmal ein Monatsmotto:
Fahrrad, das Fahrrad, mein Fahrrad.

Eigentlich liegt es auf der Hand, denn im Januar hatte ich beschlossen, mein Fahrrad dieses Jahr zu reaktivieren. Im Februar und März habe ich mich intensiv mit Fahrrädern beschäftigt und im April bin ich tatsächlich Fahrrad gefahren. Zwar weder auf meinem alten, noch auf einem neuen Fahrrad, aber das ist zweitrangig, wichtig ist: ich bin tatsächlich wieder gefahren.

Mein allererstes Fahrrad, ein rotes Klapprad, habe ich im Alter von sieben Jahre bekommen. Damals waren Klappräder in und ich bin gerne damit gefahren. Mein jetziges Fahrrad ist ca. zwanzig Jahre alt und ein einfaches, nicht besonders teures 7-Gang Trekkingrad mit Rücktrittbremse. Mit diesem Fahrrad bin ich viel gefahren, in Stuttgart, um Stuttgart herum. Ich habe damit eingekauft, bin Touren gefahren und einmal war ich sogar auf einer mehrtägigen Fahrradtour dabei, ohne Gepäcktranport, der Transporteur war mein Fahrrad. Aber es ist schon etwas schwergängig, das hatte ich vor allem bei der Fahrradtour gemerkt.

Als ich im Januar den Start meiner Fahrradsaison 2015 erklärt habe, dachte ich nicht, dass diese tatsächlich so schnell beginnt, obwohl ich früher viel im Winter gefahren bin. Doch im Februar wollte eine Bekannte meiner Mutter ihr Fahrrad verkaufen und so bin ich kurzerhand Probe gefahren. Das Fahrrad war ganz ok, aber da ich nicht nur auf geteerten Wegen fahren möchte, waren mir die Reifen etwas zu schmal. Nachmittags bin ich dann in den Fahrradladen gegangen.

Dort nannte ich meine Wünsche und Vorstellungen.

  • es sollte mehr haben als 7 Gänge
  • leicht sollte es sein, denn in Stuttgart gibt es viele Treppen
  • Strassen-, Wald- und Tourentauglich sollte es ein
  • nicht zu schmale Reifen
  • bequemer Sattel
  • gute Gepäckmöglichkeiten sollte es haben
  • am allerliebsten Rücktritt

Daraufhin wurden mir besonders zwei Fahrräder ans Herz gelegt.

Ein Trekkingrad, in hellem grau, das bis auf die Reifen und den Rücktritt tatsächlich alle Wünsche erfüllte. Die Probefahrt war super, das Fahrrad fuhr wie Butter. 30 Gänge, die ich zwar nicht brauche, aber diese Schaltung war klasse, lief ebenfalls wie Butter. Da wollte ich gar nicht wieder absteigen. Aber die Reifen waren eben etwas schmal. Damit durch den Wald radeln?

Ein Mountainbike, das einfach klasse aussah, schwarz-weiß-lila mit Blumen drauf. Dieselbe Schaltung mit 30 Gängen, allerdings fuhr es sich insgesamt nicht ganz so wie in Butter. Ich sass nicht so gut und der Sattel war sehr hart. Waldtauglich wäre es gewesen, aber wie bei MTBs üblich, kein Licht, kein Gepäckträger, kein Fahrradständer. Wenn ich ein Fahrrad nur für kurze Strecken und nur für den Wald gesucht hätte, wäre das mein Fahrrad gewesen. Vor meinem inneren Auge konnte ich mich damit schon förmlich durch den Wald flitzen sehen. Aber ich fahre halt nicht nur im Wald, und nicht nur wenn es taghell ist, und abstellen würde ich es schon auch gerne mal, ohne dass ich es auf den Boden legen muss.

Daraufhin habe ich nachgedacht und mich intensiv informiert. Dabei bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass für mich ein Crossrad das Richtige wäre: eine Kombination aus Trekkingrad und Mountainbike. Radgröße und Rahmen entsprechen dem Trekkingrad, die Reifenbreite dem Mountainbike. Leider entspricht die Ausstattung in der Regel auch dem Mountainbike, denn die meisten Crossräder haben zwar einen Fahrradständer, aber kein Licht und keinen Gepäckträger. Man kann die Räder zwar alle nachrüsten und mit allem ausstatten, das Mountainbike und das Crossrad, aber das kostet. Deshalb habe ich die Entscheidung erstmal auf nach den Urlaub vertagt.

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An der Nordsee habe ich mir dieses Fahrrad gemietet, ein 3-Gang Trekkingrad, mit dem ich sehr gerne gefahren bin. Besonders gut gefallen hat mir die Schaltung in den Griffen, und natürlich der tolle Fahrradkorb vorne. Auch wenn es dort wenig Steigungen oder Gefälle gibt, habe ich doch gemerkt, wie wichtig mir der Rücktritt ist, darauf verzichte ich sehr ungern.

Deshalb habe ich mich heute nochmals im Internet schlau gemacht, denn ich weiß, dass es vor Jahren ein 12-Gang Rad mit Rücktritt gab. Und siehe da, es gibt tatsächlich eine 14-Gang Nabenschaltung. Diese wird inzwischen wohl zunehmend nachgefragt, und die Firma, von der butterweiche Trekkingrad war, hat ein neues, schickes Modell mit dieser Schaltung. Und die Schaltung ist tatsächlich in den Griffen. Allerdings hat dieses Fahrrad auch einen schicken Preis, so schick, dass es eigentlich nicht in Frage kommt, so viel kosten normalerweise E-Bikes. Einen einzigen Händler habe ich gefunden, im Norden Deutschlands, der hat dieses Rad genau in der richtigen Größe da und sogar noch zum Sonderpreis, der ist aber immer noch recht schick.

Nun ist die Zeit der Entscheidung gekommen. Ich schaue nun schon so lange, entweder kaufe ich jetzt oder ich lasse es. Eine Freundin hat mir heute morgen geschrieben, ich solle das mit dem Fahrrad nicht zu lange aufschieben, und sie hat recht. Nur wofür entscheide ich mich? Rücktritt oder nicht? Stuttgart ist nicht mit den Alpen zu vergleichen, auch nicht mit dem Schwarzwald, aber Flachland ist es eben auch nicht und 7 Gänge sind mir hier zu wenig. Oder es doch mit einem Trekkingrad mit haushaltsüblicher Reifenbreite und 30 Gängen probieren? Es muss nicht unbedingt eines der oben genannten Räder sein, aber die Räder sind meist ähnlich gebaut. Es geht jetzt eher um Grundsatzentscheidungen.

Was für Fahrräder habt ihr? Was muss euer Fahrrad unbedingt haben, was ist unverzichtbar? Was ist schön, aber muss nicht unbedingt sein? Seid ihr Rücktrittfahrer oder tobt ihr euch in vielen Gängen aus?  Ich freue mich auf eure Kommentare. Wer es lieber anonymer mag, darf gerne einfach nur die kleine Umfrage ausfüllen.

Vielen herzlichen Dank 🙂

Das war ein langer Artikel, vielen herzlichen Dank für’s dranbeiben.


Das war mein Beitrag zum Monatsmotto, zu dem Sonja von Wert-voll einlädt.

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und das war mein erster Mai Beitrag zu Like-2-bike – Hauptsache Fahrrad zu der die Fahrradfrau auf bikelovin einlädt.

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  1. Oh puh, was für eine Entscheidung. Ich hab mir da nie so einen Kopf gemacht. Ich habe ein Mountainbike, da ich mich darauf sicher fühle. Ich mag die breiten Reifen und den stabilen Rahmen. Für längere Touren ist der harte Sattel perfekt. Wie Butter fährt es sich nicht, aber das finde ich nicht so schlimm, denn da ich auch gerne im Wald fahre, sind mir die breiten Reifen wichtiger. Ich habe 21 Gänge, was ich aber nicht unbedingt brauche. Und schick ist es auch, allerdings habe ich es einer Freundin abgekauft und nicht neu erworben. Das wäre tatsächlich etwas teuer geworden.
    Schööön, dass du bei meiner Monatsmotto-Aktion dabei bist!
    Liebe Grüße, Sonja

  2. Ich bin einfach in einen Fahrradladen, und habe die Räder ausprobiert die in Frage kamen. Ich bin mit meinem Rad sehr zufrieden. Es hat Licht, einen Gepäckträger und ich kann den Lenker im Neigungswinkel verstellen. Schau bei mir vorbei, das weiße Rad ist meins, das mit dem Stoffkorb…
    Liebe Grüße
    Andrea

  3. Mir ist am wichtigsten, dass das Fahrrad einen sehr bequemen Sattel hat und eine hohe Lenkstange, damit ich nicht zu sehr gebückt fahren muss. Zusätzlich habe ich noch Fahrradtaschen am Gebäckträger, damit ich meine Einkäufe nach Hause bringen kann.

    lg
    Maria

  4. Puh, keine leichte Entscheidung. Du verwendest dein Fahrrad so vielseitig, dass die üblichen Verdächtigen (MTB und Stadtrad) eigentlich in einem Rad vereint werden müssten. Mmhh, es gibt eine 11-Gang-Variante mit Rücktritt – die könnte für dich passen. Aber wahrscheinlich ist da auch der Preis nicht ganz ohne …
    Liebe Grüße
    Christiane

  5. Vielen herzlichen Dank für eure Kommentare und Tipps.

    Letzte Woche war ich wieder zum Thema Fahrradkauf unterwegs, habe mich nochmals umfassend informiert und auch für ein Rad ohne Rücktritt entschieden, das hatte aber von der Passform her leider doch nicht gepasst und so ging es leider nicht. Nach der 11-Gang Variante habe ich mich erkundigt, laut Händler hat ist sie aber keinen Rücktritt, sondern ist eine Nabenschaltung mit „Leerlauf“ oder „Freilauf“. Diese Info habe ich dann auch bei den 11-Gang Schaltungen gelesen, die ich im Internet recherchiert hatte. Sehr schade.

    Habe mich nun für ein Trekkingrad mit Rücktritt entschieden, leider nur mit 8 Gängen.

    Viele Grüße, Angelika

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